Kultur-Transfair XV [2025]

Was macht eine:n Held:in aus?
TeilnehmerInnen: Teilnehmer:innen von UKI
Wenn sich ein sozialer Verein, der junge Erwachsene mit Fluchthintergrund auf ihrem Weg zum Pflichtschulabschluss begleitet, gemeinsam mit einem renommierten Theater diese Frage stellt, dann entsteht auf jeden Fall etwas spannendes Neues.  
Die Kooperation zwischen UKI (Unterstützungskomitee zur Integration von MigrantInnen) und dem Burgtheater startet mit einem 4-tägigen Workshop. Vom 02.06. bis zum 06.06. wird sich Monika Haberfellner als ausgebildete Schauspielerin und Theaterpädagogin mit den Teilnehmer:innen schrittweise dem Theaterspiel annähern. Von der Fragestellung „Was macht eine:n Held:in aus?“ ausgehend, werden wir uns Held:innen auf verschiedenen Ebenen ansehen: im Alltag, aus dem eigenen Leben sowie Persönlichkeiten mit historischem Hintergrund. Wichtig ist uns, dass vor allem persönliche Geschichten ihren Ausdruck finden dürfen. Spannend wird bestimmt auch die Erweiterung unseres eurozentristischen Blicks. Wir werden sicher einigen Held:innen-Figuren aus der ganzen Welt begegnen, die uns bisher noch unbekannt waren.
Mittels Körperarbeit, mit Textausschnitten aus ELISABETH!, der neuen Produktion des Burgtheaters über Österreichs berühmte Kaiserin (eine Heldin der Nation?), als auch über das Erstellen eigener Texte werden wir herausfinden, wie es sich anfühlt, ein:e Held:in zu sein, was es dazu braucht und wie individuell es ist.
Im Herbst wird die gemeinsame Zeit durch eine Führung durch das Burgtheater und der Besuch der Inszenierung ELISABETH! abgerundet.
„Wie siehst du das?“ Kreative Blickwinkel auf die Ausstellung „Alles in Arbeit“ im Dom Museum Wien
TeilnehmerInnen: Patient*innen des PSD 16
Menschen unterschiedlichen Alters, die das SPA 16 für sich nutzen, arbeiten im DMW in der medialen Kunstvermittlung zur Sonderausstellung zum Thema Arbeit mit. Sie erhalten Einblick hinter die Kulissen der Museumsarbeit und werden selbst ein Teil von ihr. Auftakt ist ein Rundgang „Dom Museum Wien Backstage“ im Sommer 2025. Ab Herbst werden dann in Zusammenarbeit mit zwei Kunstvermittler*innen in mehreren Workshops kreative und kritische Auseinandersetzungen mit ausgewählten Kunstwerken und Impulse zur inhaltlichen Vertiefung in die Ausstellung „Arbeit“ gesammelt. Die von der Gruppe ausgewählten Ergebnisse der Workshops werden schließlich physisch im Tageszentrum des SPA 16 präsentiert und über (digitale) Kanäle des DMW künftigen Museumsbesucher*innen als Anregung zur Verfügung gestellt.
Linien der Landschaft
TeilnehmerInnen: Klient:innen des Verein GiN
Im Rahmen von Kultur-Transfair XV wurde ein Projekt in Kooperation mit dem KunstHausWien. Museum Hundertwasser und dem Verein GiN - Gemeinwesen | Inklusion | Normalisierung realisiert. Über mehrere Wochen hinweg beschäftigten sich die Teilnehmenden des Projekts mit Julius von Bismarcks Kunstwerk Landscape Painting aus seiner Einzelausstellung Normale Katastrophe. Angeregt durch die Frage des Künstlers nach dem Verhältnis zwischen uns Menschen und dem, was wir „Natur“ nennen, bauten die Teilnehmenden eigene kleine Objekte aus gefundenen Materialien. Es entstanden detailreiche Dioramen, die fotografisch festgehalten Landschaften zeigen. Die Arbeiten wurden abschließend im KunstHausWien präsentiert.
Art is for Everyone
TeilnehmerInnen: Mütter mit Kindern/Jugendliche
Einhergehend mit dem Jahresthema der Schwarze Frauen Community stellen wir Role-Models vor, und diesmal geht es um den Job einer*s Künstler*in. Im Rahmen von Workshops leiten Künstler*innen Jugendliche und Mütter mit ihren Kindern in ihre Praxis ein, indem eigene Werke und künstlerische Methoden erprobt werden. Somit gestalten wir auch einen generationsübergreifenden künstlerischen Austausch. Dabei befassen wir uns mit den zentralen Themen der Ausstellungen.
Begleitend zu den Workshops finden interaktive Führungen statt, die die Teilnehmenden thematisch auf die Workshops vorbereiten.


KLICK - ANKER. Vom Schnappschuss zur Fotoserie
TeilnehmerInnen: Jugendliche der Workflow-Gruppe des Arbeitskreises NOAH
Jugendliche der Workflow-Gruppe des Arbeitskreises NOAH zeigen ihre Sicht auf die Welt durch analoge Fotografie. Inspiriert von Besuchen im Fotomuseum WestLicht, gemeinsamen Fototouren und Einblicken in den Arbeitsablauf einer Dunkelkammer, setzen sie sich mit der Gestaltung einer Fotoserie auseinander. Dabei lernen sie den Umgang mit analogen Kameras – vom Film einlegen über die Motivsuche bis hin zur Frage: Was macht ein gutes Foto aus? Wie unterscheidet sich analoge von digitaler Fotografie? Und wie lässt sich mit mehreren Bildern visuell eine Geschichte erzählen?
Nach einer technischen Einführung tauchen die Jugendlichen tiefer in die Welt der analogen Fotografie ein und setzen sich kreativ mit ihren Lebenswelten auseinander. Im Mittelpunkt steht dabei das Sinnbild des Ankers – als Symbol für Halt, Zugehörigkeit und Orientierung. Bei gemeinsamen Photowalks erkunden wir Orte, die für die Jugendlichen eine besondere Bedeutung haben, und begleiten sie dabei, Alltagssituationen aus ihrer eigenen Perspektive fotografisch festzuhalten. Im darauffolgenden Dunkelkammer-Workshop entwickeln sie Teile ihrer Filme selbst und vertiefen ihr Verständnis für den analogen Prozess. Zum Abschluss wählen die Teilnehmer:innen jene Bilder aus, die am besten eine Geschichte erzählen – und präsentieren sie gemeinsam in einer Ausstellung.
Logo der Erste Bank

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Partnerschaften
Burgtheater – UKI-Unterstützungskomitee zur Integration von Migrant*innen
Dom Museum Wien - Psychosozialer Dienst 16
Kunst Haus Wien – Verein GIN
Kunstraum NÖ - Schwarze Frauen Community
WestLicht – Arbeitskreis Noah