Kultur-Transfair III [2013]
Gerade obdachlose
Menschen werden in ihren Bedürfnissen gerne auf die Grundfunktionen des menschlichen Organismus reduziert: essen, trinken,
wärmende Kleidung, Körperhygiene, ein Dach über dem Kopf. In ihrem Alltag geht es vornehmlich
darum, die eigene Haut zu retten.
Friedensreich Hundertwasser meinte jedoch, dass der Mensch fünf Häute besitzt
- vom Körper über die Kleidung bis zu seiner Umwelt - und dass er nicht überleben kann, wenn er diese Hüllen, die ihn umgeben,
nicht kreativ gestalten darf. Kreativität ist nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern ein Menschenrecht. Ein Menschenrecht,
das auf Würde, Selbstwert, Wahrnehmung und Ausdruck abzielt.
Das Projekt „Häutungen - von der Straße zur Kunst“ hat den
ProjektteilnehmerInnen die Möglichkeit gegeben, ihre eigene Kreativität neu zu beleben und so neue Impulse für sich selbst
und ihr Umfeld setzen zu können. Durchgeführt wurden gemeinsame Exkursionen und Museumsbesuche
sowie Kunst- und Kreativworkshops im KUNST HAUS WIEN Museum Hundertwasser.
Mit dem Architekturzentrum wurden Wege, Ziele und Aufenthaltsorte der Obdachlosigkeit kartographiert. Entstanden ist ein 25 minütiger Dokumentarfilm, der eine sehr persönliche Landkarte und das Erleben in der Stadt widerspiegelt.
Jede/r Teilnehmer/in baute zu diesem Zweck seine/ihre eigene Kamera und machte sich auf Motivsuche. Ebenso sollte ein entsprechender Titel gefunden werden, wobei sich die Themenbereiche zwischen Psyche und Ausgrenzung bewegten. Zum Abschluss wurden die Bilder in den Räumlichkeiten der Galerie NUU präsentiert.
